Girokonto: Kurze Geschichte
Die Geschichte der Girokonten geht bis früh in das Mittelalter zurück. Alten Geschichten und Büchern von Kaufleuten kann man entnehmen, dass es damals schon bargeldlosen Zahlungsverkehr in Europa war. Tauschte zu Anfang noch Waren, kam es im Laufe der Zeit immer häufiger vor, dass immer mehr bargeldloser Zahlungsverkehr durchgeführt wurde.
Im 14. Jahrhundert begannen auch die schriftlichen Zahlungsanweisungen, und damit der bargeldlose Zahlungsverkehr im überregionalen Stil. Zuvor konnten die Zahlungsanweisungen immer nur mündlich durchgeführt werden und beschränkten sich somit auf das regionale Gebiet. Durch die schriftlichen Anweisungen kam es dann natürlich auch zu den ersten Buchungen, die durchgeführt werden musste.
Immer Vorteil war hier natürlich, wer sehr gut Rechnen konnte und auch seine Bücher ordentlich geführt hat.
Noch heute sieht man auf den Kontoauszügen, dass die Geschäftsvorfälle durch Soll und Haben gekennzeichnet werden.
Im Laufe der Zeit wurde dieses System natürlich immer weiter ausgebreitet und von immer mehr Geschäftsleuten anerkannt.
Die gewachsene Bedeutung von Girokonten im Rahmen einer modernen Volkswirtschaft hat im Jahre 1995 eine Empfehlung des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) ausgelöst, wonach alle Kreditinstitute jedem Bürger auf Wunsch ein Girokonto auf Guthabenbasis zur Verfügung stellen sollen (Jedermann-Konto).



